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Im Anschluss an die Hauptvorträge

gab es drei Kurzberichte aus der Naturschutzpraxis

Michael Deckwart (NaSa e.V.) berichtete über seine Aktivitäten bei der Erfassung von Totschlagsopfern unter Windenergieanlagen im Windpark Ostritz. Seine unregelmäßigen und unsystematischen Begehungen bei Spaziergängen durch den Windpark erbrachten trotz ihrer Zufälligkeit eine erschreckend hohe Anzahl von getöteten Fledermäusen und Vögeln unterschiedlicher Arten (von Zwergfledermaus bis Rotmilan). Alle Opfer wurden der Staatlichen Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt Brandenburg gemeldet, zur Artbestimmung hat Michael Deckwart Kontakte zu örtlichen Ornithologen und Fledermausexperten ermittelt und seitdem geschulte Mitstreiter zur Bestimmung an einer Seite. Sein Ziel ist, die tötlichen Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Vögel und Fledermäuse bekannter zu machen und die Öffentlichkeit für das Thema stärker zu sensibilieren.

Birgit Deckwart (NaSa e.V.) berichtete von ihren Aktivitäten, im Raum Ostritz ein Umweltbildungs-Netzwerk aufzubauen, da sie als Lehrerin spüre, dass die Sensibilisierung der Kinder im Umgang mit der Natur am größten ist, wenn die Kinder bereits im Grundschulalter spielerisch, aber emotional an das Thema herangeführt werden.

Für Michael Eilenburger, dessen Vortrag leider kurzfristig abgesagt werden musse, hielt Karl-Heinz-Rutsch (Landesverein Sächsischer Heimatschutz) einen Vortrag über die Arbeit, Schwierigkeiten und Ergebnisse in 40jähriger Naturschutzarbeit im ehemaligen Kreis Großenhain (jetzt Landkreis Meißen) und in zwei Gesellschaftssystemen.

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